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Bielefeld 2002

Vor ungefähr eineinhalb Jahren (Arminia dümpelte grad in den tiefen der 2. Bundesliga rum, Gerland war gerade rausgeflogen, Curco war ausgerastet, waren ein paar junge Herren aus dem Bielefelder Westen nicht die einzigen, die meinten, etwas tun zu müssen.)
Von nun an stand man nicht immer nur sporadisch auf Block 3 ,unten am Gitter, und schrie lediglich bei dem obligatorischen „Bie-le-feld“ mit. Und das nicht mal bei jedem Spiel, weil man ja mit 13-14 Jahren noch nicht unbedingt die ausgereiften finanziellen Mittel hatte und sich auch nicht immer die Zeit nehmen konnte, auf die Alm zu pilgern und man bei derartigen Leistungen in dieser Hinrunde auch ehrlich gesagt nicht immer Lust hatte. Die Identifikation war halt noch nicht in dem Maße vorhanden, wie sie das heute ist. Damals, das waren Zeiten, wo man zwar immer zu den Blauen gehalten hat, und auch ein Spiel auf der Alm war immer ein Erlebnis gewesen, aber trotzdem empfand man seltsamerweise eine gewisse Sympathie für einen gewissen Ruhrpottverein, der in dieser Saison auch mal wieder etwas erfolgreicher spielte. Man hatte aber auch das dringende Bedürfnis die Mannschaft durch mehr zu unterstützen, als durch bloßes Rumstehen oder Bechersammeln.
Also entschied man sich, auch mal so richtig die Mannschaft zu unterstützen, so wie das die ganzen auf Block 5 machen. Einem Spiel auf Block 5 folgten zwei, dem folgten drei, vier und fünf.
Dann kam irgendwann das letzte Spiel, was gegen Saarbrücken 4:2 gewonnen wurde. Der Klassenerhalt war mit Ach und Krach geschafft. Doch vielleicht war es gerade diese Saison, die die Bindung zu diesem, unserem Verein beschreibt? „Niederlagen schweißen zusammen!“, ist ein weiser Satz, der das Verhältnis eines Fans zu seinem Verein am besten beschreibt. Von nun an, und das hatte sich auch schon imVerlauf der Saison angedeutet, war Arminia die klare Nummer 1. Dortmund hatte zwar auch noch Sympathien, aber das war nichts im Vergleich zum DSC.
In der nächsten Saison stand man nun von Anfang an immer auf Block 5 und schrie sich bei fast jedem Spiel die Seele aus dem Leib. Gegen Ende der Hinrunde stand die Mannschaft auf einem Aufstiegsplatz. Die finanziellen Mittel wurden mobilisiert und fest entschlossen, dass das Team bis zum Schluss auf den Plätzen 1-3 verweilt, ging es nun auch zu Auswärtsfahrten.
Allerdings hat Arminia bis heute kein Auswärtsspiel gewonnen, bei dem wir anwesend waren.
In der Winterpause registrierten sich einige auch im Forum der Almsite und man fand den Kontakt zu anderen Fans. Vor dem Spiel gegen Aachen, Artur war zuvor für 4 Spiele gesperrt worden, traf man sich mit einigen anderen Forum-Mitgliedern und schrieb Plakate, die die Mannschaft moralisch unterstützen sollten. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zum organisierten Support.
Am Ende war der Aufstieg, die Party auf dem Rathausplatz wird unvergessen bleiben. Einer hatte am nächsten Tag sogar die Schule vollgekotzt. Aber selbst, wenn es am Ende nicht gereicht hätte, für die 1. Liga, dann hätte das wahrscheinlich noch mehr zusammengeschweißt. So aber stieg man auf.
Dauerkarten hatte man nun, fast alle, nur einige, die selber aktiv Fußball spielen, noch nicht. Man zog auch mit der Mehrzahl der Fans auf Block 3 um und ist dort bemüht, den Support und die Stimmung zu verbessern. Die Dortmunder Borussia war nun vollständig aus den Köpfen gestrichen.
Dann hatte jemandem die Idee, T-Shirts drucken zu lassen. Nächster Schritt war eine eigene Homepage und nun steht das Ziel, einen eigenen, organisierten Fanclub auf die Beine zu stellen, was hoffentlich gelingen wird. Die T-Shirts werden noch bestellt, und auch ein Transparent mit einem Schriftzug ist in Planung.
Gerade in solchen Tagen, wie diesen, wo der DSC in einer Krise stecken, auswärtsschwach und auf einem Abstiegsplatz, kristallisieren sich die wahren Fans von denen raus, die nur aufgrund des Erfolges dazustießen und den Verein bei der ersten kleinen Krise wieder verlassen. Und selbst, wenn es am Ende nicht für den Klassenerhalt reichen sollte, steht ein Grundsatz, der das Verhältnis von Fans und Mannschaft am beseten beschreibt, über allem: „Niederlagen schweißen zusammen!“

Tim