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Skandal Teil 6

Es durfte nichts schiefgehen und deshalb wurde der letzte und alles entscheidende Spieltag von den Arminen an zwei Stellen manipuliert: Einerseits war man bemüht, sich die Punkte beim eigenen Spiel bei Hertha BSC Berlin zu kaufen, andererseits „musste“ man bei der Partie Braunschweig gegen Oberhausen beteiligen. Denn: Oberhausen war ebenfalls abstiegsgefährdet, bei einem Sieg der Truppe in Braunschweig wäre jeglicher Erfolg der Bielefelder in Berlin für die Katz gewesen. Und Braunschweig hatte gar keinen Grund noch einmal alles zu geben, denn für sie war der Klassenerhalt schon sicher.
Arminia plante wie folgt: 150.000 Mark für Berlin, 120.000 für Braunschweig. Ein paar Tage vor dem finalen Akt meldete sich ein Braunschweiger bei Baulöwe Schreiner: „Unter 170.000 läuft nix!“ Trotz dieser hohen Summe akzeptierten die Blauen, es gab für sie jetzt kein Zurück mehr. Davon sollte Arminia 70.000 Mark selbst übernehmen, den Rest würde Schreiner bezahlen. Doch auch Hetha reichten 150.000 nicht: „Wir wollen 100.000 mehr!“, sagte der Verhandlungspartner. Auch hier reagierte man mit Zustimmung auf die Forderungen.
Am letzten Abend vor den Spielen flog Schreiner nach Braunschweig, im Gepäck die 70.000 Mark von Arminia, seine 100.000 hatte er im Vorraus bezahlt.
Am nächsten Tag sah er das Spiel, was 1:1 endete. Zu wenig, dachte er sich wohl, schließlich hatte man für einen Sieg bezahlt und so machte er sich fluchs auf den Weg zum Flughafen, wo er aber noch im letzten Moment vom Braunschweiger Nationalspieler Max Lorenz abgefangen wurde. Er gab klein bei und steckte den Braunschweigern 40.000 Mark zu. (Ein Argument von Lorenz war: „Die Spieler wollen doch in die Ferien!“)
Auch Arminias Auftritt in Berlin hatte so seine Turbulenzen: 250.000 Mark waren schon zuvor an die Berliner Kicker verteilt worden. Das reichte aber doch nicht, denn auch die Offenbacher Kickers hatten hier ihre Finger im Spiel, sie hatten den Herthanern 140.00 Mark für einen Sieg über den DSC geboten.
Aber einigen Spielern war selbst das zu wenig, schließlich war für Hertha auch der Uefa-Cup noch in Reichweite. Der Ungar Zoltan Varga und der Rumäne Lazlo Gergely forderten Nachzahlungen. 30.000 Mark wurden vor dem Spiel an Gergelys Frau abgegeben. Diese versprach, die Hälfte, also 15.000 an vargas weiterzureichen – was sie aber nicht rechtzeitig tat. Vargas rief in der Halbzeit des Spiel zu Hause an und erfuhr, dass das Geld immer noch nicht da war. Vargas wurde daraufhin sauer, stinksauer, so stinksauer, dass er Arminia in der zweiten Halbzeit aus Wut beim Stand von 0:0 einen Ball an die Latte hämmerte. Das trieb einigen Funktionären auf der Tribüne den Angstschweiß auf die Stirn. Doch am peilichsten war der Auftritt des DSC-Betreuers Greif. Er hatte einen Koffer mit dem zweiten Teil des Bestechungsgeldes. Doch dieser entglitt ihm auf der Tribüne und sprang auf. Heraus purzelten viele Geldscheine. Das Publikum versank in Gelächter.
Doch letztendlich ging noch mal alles gut, Arminia gewann mal wieder mit 1:0, der anvisierte Klassenerhalt war geschafft. Doch die Freude hielt nicht lange an...

 

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