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Skandal Teil 4

Der Ex-Schalker und Verteidiger Waldemar Sloiany wurde im April 1971 nach Gelsenkirchen geschickt und das Angebot stieß bei den Knappen durchaus auf offene Ohren. Aber weder die Schalker, noch die Bielefelder hatten Erfahrung im Geschäft der Schiebung. So überschlugen sich die Ereignisse an jenem 17. April im Schalker Stadion. Die Schalker hatten dummerweise vergessen, ihrem Torwart Dieter Burdenski von ihrem Vorhaben zu erzählen. Die Verteidigung ließ zwar alle Bälle bereitwillig durch, doch der Keeper ließ keinen Ball rein, hielt glänzend. Irritier von der Tatsache, dass Burdenski alles parierte, soll ein Bielefelder Spieler seinem Schalker Gegenspieler nach einer Weile gedroht haben: „Wenn der Ball nicht bald drin ist, müsst ihr das Geld zurückzahlen!“ Von nun an tat der S04 nichts mehr, aber es fiel und fiel einfach kein Tor. Die Zuschauer skandierten schon „Schiebung, Schiebung“ als es den Bielefeldern in der 84. Minute doch noch gelang dem überragenden Burdenski ein Ei ins Nest zu legen.
Später, bei der Aufarbeitung der Geschehnisse, weigerten sich die Schalker wehemend dagegen, einen Geldbetrag erhalten zu haben. Doch ausgerechnet der inzwischen zum DSC gewächselte Dieter Burdenski, seines Zeichens bester Mann auf dem Feld am 17. April, gab zu, 2.300 Mark „Niederlagenprämie“ erhalten zu haben. Zuvor sollen die Schalker, an die Arminia insgesamt rund 40.000 Mark übergab, Waldemar Slomiany, dem Kontaktmann, über 130.000 Mark gezahlt haben, dass dieser vor Gericht nicht gegen sie aussagt. Die Schalker waren bemerkenswerterweise sehr „günstig“, 2.000-3.000 Mark waren auch damals sehr wenig. Ihnen schien offenbar nicht klar zu sein, dass sie ihre Karriere aufs Spiel setzten.

 

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