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Skandal Teil 2

Wie eine Granate schlug die Nachricht ein. Und das war erst der Anfang. Die Anschuldigungen von Canella lösten eine Lawine aus, die in den darauffolgenden Monaten immer größer und größer werden sollte. Alle Zeitungen waren voll, und das drei Jahre, bevor die WM ins eigene Land geholt werden sollte!
Auch die Bielefelder an der Ostsee wurden von der Explosion wachgerüttelt. „Der Canellas hat ausgepackt! Wenn unsere Sünden ans Licht kommen, dann gnade uns Gott!“, soll Präsident Wilhelm Stute vor versammelter Mannschaft verkündet haben. Sofort reist man zurück nach Bielefeld, versuchte zu retten, was noch zu retten ist. Alle, Spieler und Funktionäre, plagte ein schlechtes Gewissen, schließlich hatte man sich den Klassenerhalt erkauft. Die Siegesserie am Schluss? Alles Schieberei.
Man musste die Löcher in der Vereinskasse stopfen, bevor es jemandem auffällt, soll sich der Buchhändler an einen anonymen Spender gewandt haben. „Wir brauchen jetzt jede Mark!“
Monaten des Leugnens (Stute wird in einem Satz zitiert: „Sie können mir die Hand abhacken, wir sind unschuldig“), folgt das Geständnis am 24. Oktober 1971. Es machte keinen Sinn mehr, alles abzustreiten, die Beweislast war erdrückend.
Das Urteil des DFB-Sportgerichts am 19. Februar 1972: Zwangsabstieg in die oberste Amateurliga. Manch einer sah darin schon das Ende des Vereins, der vor einem sportlichen, finanziellen und Scherbenhaufen. Auch war das Image ruiniert.

 

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